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Projekttage des Gymnasiums Lorch auf der Welzheimer Heide

Bereits im späten Frühjahr reifte beim Gymnasium Friedrich II in Lorch die Idee, während der  Projekttage am Ende des Schuljahrs ein Projekt zum Thema „Der Traum vom Fliegen – Segelfliegen“ anzubieten. Für ein solches Schulprojekt stehen insgesamt drei Tage zur Verfügung. Schnell reifte die Idee, an einem Tag die theoretischen Grundlagen der Aerodynamik und das Grundwissen über die Aufwinde zu vermitteln, am nächsten Tag dann die Anschauung zu diesem Grundwissen zu bieten und als krönenden Abschluss einen Flugbetrieb auf der Welzheimer Heide unter aktiver Beteiligung der Projektteilnehmer durchzuführen.

Angedacht,  vorbereitet und umgesetzt, von zwei Lehrern des Gymnasiums und einer Rentner- und Selbstständigentruppe der Fliegergruppe Welzheim. So trafen sich 14 Schülerinnen und Schüler am 23.7. im Gymnasium FII  und am 24. und 25.7. auf der Heide. Nach dem Vertrautmachen mit den örtlichen Gegebenheiten einschließlich des Stuttgarter Luftraums ging es daran, ein Hochleistungssegelflugzeug zusammenzubauen und auch wieder auseinanderzunehmen. Hierbei wurden die zuvor erworbenen theoretischen Kenntnisse, insbesondere die Wirkung der Ruder und Klappen, am Flugzeug direkt nochmal vermittelt. Auch die Funktion der Instrumente  und moderner Navigationshilfsmittel wie Moving Map und Kollisionswarnsystem konnten die Projektteilnehmer am Objekt kennen lernen.

Dass der Folgetag, an dem der „Traum vom Fliegen“ für die Teilnehmer Realität wurde, mit Temperaturen an die 40 Grad der bisher heißeste des Jahres war, konnte der guten Stimmung keinen Abbruch tun, sondern führte nur zu erhöhtem Flüssigkeitsbedarf. Das tolle Wetter führte dazu, dass fast alle Teilnehmer thermische Aufwinde erfliegen konnten und fast durchgängig Flüge von etwa einer Viertelstunde absolvieren konnten.

„Das hat gereicht, um das Standardprogramm dreimal zu fliegen“ merkte Fluglehrer Harald  Golly an, so hatten alle, die wieder dem Pilotensitz entstiegen, ein mehr oder weniger breites Grinsen im Gesicht.

„Man sieht genau, wer schon geflogen ist und wer noch nicht“ merkte der als Windenfahrer tätige Karim Wolfer nach einem Blick in die Gesichter an.

Als dann Lepofahrer (Lepo auf Deutsch: Seilrückholfahrzeug) Leander Pirron von der Fliegergruppe Lorch auch noch Fahrunterricht für die Fahrten, bei denen keine Seile auszuziehen waren, anbot, war ein Platz im Lepo, besonders bei den Teilnehmern weiblichen Geschlechts, fast begehrter als der Pilotensitz in der Schulmaschine, einer ASK 21.

Ein Seilriss (Kommentar des Teilnehmers, den es ereilt hat: „Ich dachte, das muss so sein“) und ein geplatzter Überdruckschlauch an der Winde, der sofort repariert werden konnte, konnten die Stimmung ebenso wenig trüben wie der Umstand, dass der Lepo schließlich wegen der vielen „Fahrstunden“ mitten auf dem Flugplatz mit leerem Tank stehen blieb.

Fazit aller Beteiligter: Eine Super Aktion, die nach Wiederholung verlangt.